Neuer Datenskandal
Nach dem die Telekom in kurzer Zeit mehrmals die Datenschützer aufhorchen ließ, da zum einen eine Datenbank mit Kundendaten sehr leicht online zugänglich gewesen ist und zum anderen diverse Mitarbeiter der Telekom die Daten der Kunden sammelten und weiterverkauften, verfolgt uns in Deutschland seit diesem Wochenende ein neuer Datenskandal.
Millionen von Bankverbindungen sollen dabei illegal im Umlauf sein und werden zum Preis von 12 Millionen Euro zum Kauf angeboten. Dabei soll zusätzlich zu den Kontodaten auch die Vermögenslage erfasst sein. Laut ersten Ermittlungen wendet sich der Verdacht gegen die Betreiber kleiner Call-Center, die sich ihr Gehalt anscheinend ein wenig aufbessern möchten.
Da naheliegend ist, dass viele Bürger anhand dieser Daten um Geld betrogen werden sollen, ist es zu empfehlen, seine Kontoauszüge in der nächsten Zeit genauer zu kontrollieren, um ungewöhnliche Veränderungen zu registrieren. Falsche Abbuchen können in den meisten Fällen rückgängig gemacht werden, mit dem Gang zur Bank sollte nicht zu lange gewartet werden.
Politiker verlangen nach diesem neuen Datenskandal schärfere Regeln für den Umgang mit Daten. Es stellt sich die Frage, warum Call-Center, die meist für andere große Unternehmen arbeiten, überhaupt die Kontodaten brauchen, wenn sie doch nur telefonische Hilfestellung geben sollen. Dieser lockere Umgang mit den wichtigen Daten von Kunden lässt aufhorchen.
