Man kennt das Prinzip aus der Schulzeit: Die Hausaufgaben nicht gemacht oder vergessen, dann wird einfach versucht bei einem Klassenkameraden abzuschreiben, um später beim Lehrer doch noch ein gutes Ergebnis zu erhalten. Ganz ähnlich funktioniert Wirtschaftsspionage. Einige Länder kopieren einfach die Ergebnisse jahrelanger Forschung, die z.B. ein Unternehmen aus dem Nachbarland erzielt hat. Dies ist die klassische Bedeutung von Wirtschaftsspionage, bei der es um das Ausspionieren von technologischem Wissen mit Hilfe einer staatlichen Nachrichtendienstes geht.
In einigen Fällen wird mit Wirtschaftsspionage auch der Vorgang Industriespionage bzw. Betriebsspionage bezeichnet, d.h. ein Unternehmen spioniert das andere direkt aus. In beiden Fällen soll aufwendige Entwicklungsarbeit umgangen werden. Die Täter schrecken dabei vor keinem Trick zurück, um sich Betriebsgeheimnisse von Konkurrenten zu beschaffen. Der Zugriff auf die Daten kann z.B. per Internet geschehen. Alternativ werden Spione direkt in die jeweilige Firma geschleust, ob als Praktikant oder ein vermeintlicher Interessent. Gegen diese Vorgänge sollten sich Firmen schützen, indem sie Kontakt mit einem Sicherheitsexperten aufnehmen, der ihnen zeigt, welche Sicherheitstechnik notwendig ist.